LV der Rassegeflügelzüchter Hessen Nassau e.V.


Vogelgrippe aktuell !

Stand 23.03.2017 9.30 Uhr

Aktuelle Lage zur Geflügelpest
Hochpathogene aviäre Influenza (Geflügelpest) vom Subtyp H5N8 ist mittlerweile in 26 europäischen Staaten (hier in der chronologischen Folge ihrer Meldung: Ungarn, Polen, Kroatien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Dänemark, Niederlande, Schweden, Finnland, Frankreich, Rumänien, Serbien, Großbritannien, Griechenland, Bulgarien, Montenegro, Slowakische Republik, Italien, Irland, Tschechische Republik, Slowenien, Spanien, Portugal, Mazedonien, Belgien) aufgetreten. In Deutschland gab es seit dem 08.11.2016 bundesweit 1.300 Feststellungen (Stand 21.03.2017), davon1.206 Wildvögel und 94 gehaltene Vögel. In Hessen wurde der letzte infizierte Wildvogel am 6. März 2017 aufgefunden.
Bei den aktuellen Ausbrüchen von hochpathogener aviärer Influenza (Geflügelpest) bei Wildgeflügel wurde ein Virus vom Subtyp H5N8 festgestellt. Seit Mitte Dezember 2016 zirkuliert unter den Wildvögeln noch ein weiterer HPAI-Subtyp, H5N5. Infektionen des Menschen mit H5N8 oder H5N5 sind bisher nicht bekannt. Eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel ist theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.
Ornithologische Risikogebiete in Hessen:
o längs des Rheins incl. Biedensand, Kühkopf und Mainmündung,
o längs des Mains,
o Brutgebiete in der Wetterau,
o Heuchelheimer Seen,
o Niederweimarer Seen,
o Werra bei Obersuhl,
o Fuldaauen bei Kassel,
o Edersee-Sperre
Beachten Sie die aktuelle Berichterstattung des FLI.

Erlass vom 22. März 2017 zur weitgehenden Aufhebung der Stallpflicht
Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Hessen ist rückläufig. Infolge der zunehmenden Inaktivierung des HPAI-Virus durch höhere Tagestemperaturen und UV-Strahlung sowie im Hinblick auf den weitestgehend abgeschlossenen Frühjahrsvogelzug wird sich der Infektionsdruck voraussichtlich weiter vermindern. Eine Abwägung zwischen den aufgrund andauernder Stallpflicht vermehrt auftretenden tierschutzrelevanten Zuständen einerseits und dem geringen Zugewinn an Biosicherheit durch fortdauernde großflächige Aufstallung andererseits hat zu der Einschätzung geführt, dass eine weitere Lockerung des Aufstallungsgebotes vertretbar ist. Die Landesvorgaben zur Aufstallung des Geflügels in Hessen werden daher wie folgt angepasst:
1. Eine Aufstallung in allen geflügeldichten Landkreisen entsprechend der Risikoeinschätzung vom 9. Februar 2017 ist ab sofort nicht mehr erforderlich. Die Aufstallung soll nur noch in den bereits definierten Risikogebieten in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen sowie in den aufgrund von Geflügelpestausbrüchen bei Wildvögeln eingerichteten oder einzurichtenden Restriktionszonen beibehalten werden.
2. Die Landkreise und kreisfreien Städte entscheiden nach eigener Risikobewertung über die Erforderlichkeit der Erweiterung der Gebiete über die Risikogebiete hinaus, in denen das Geflügel aufzustallen ist.

Für die Durchführung von Geflügelmärkten und -ausstellungen gilt Folgendes:
1. Börsen, Märkte und Ausstellungen mit Geflügel in Risikogebieten und Gebieten, in denen die Aufstallung angeordnet wurde, sind bis auf Widerruf weiterhin verboten. Geflügel aus den vorgenannten Gebieten darf zum Zweck der Teilnahme an Börsen, Märkten und Ausstellungen nicht verbracht werden.
2. Außerhalb von Risikogebieten und Gebieten, in denen die Aufstallung angeordnet wurde, können lokale Geflügelausstellungen durchgeführt werden, sofern sie in geschlossenen Räumen stattfinden.
3. Überregionale Geflügelbörsen und -märkte sowie Ausstellungen mit Geflügel sind in ganz Hessen weiterhin verboten.
4. Börsen, Märkte und Ausstellungen mit Tauben und Vögeln anderer Arten können hingegen in ganz Hessen durchgeführt werden, in Aufstallungsgebieten jedoch nur in geschlossenen Räumen.

Nach Lockerung der Stallpflicht ist die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen umso wichtiger. Dies ist unabhängig von der Stallpflicht der beste Schutz vor einer Einschleppung der Vogelgrippe. Der Vogelgrippeerreger ist immer noch vorhanden und kann jederzeit wieder aktiv werden. Alle Halterinnen und Halter von Geflügel sind daher nach wie vor zur größten Sorgfalt bei den Hygienemaßnahmen aufgerufen.
Biosicherheitsmaßnahmen
Hierunter werden alle Vorsichtsmaßnahmen verstanden, die einerseits den Eintrag gefährlicher Tierseuchenerreger aus der Umwelt erschweren und andererseits eine Weiterverbreitung aus bereits infizierten Betrieben unterbinden sollen. Sie können durch Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen dazu beitragen unsere Geflügelbestände zu schützen!

Zu beachten ist deshalb, dass
" in Freilandhaltungen die Tiere nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden dürfen und nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind.
" Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren ist.
" für zur Ein- oder Ausstallung beauftragte Personen der Geflügelhalter gereinigte und desinfizierte Schutzkleidung oder Einwegkleidung bereitzuhalten hat und sicherzustellen ist, dass diese angelegt und nach dem Ablegen gereinigt und desinfiziert oder unschädlich beseitigt wird.
    Werden in einem Geflügelbestand mehr als 1.000 Stück Geflügel gehalten, hat der Tierhalter sicherzustellen, dass
" die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder die sonstigen Standorte des Geflügels gegen unbefugten Zutritt und unbefugtes Befahren gesichert sind,
" die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz und Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Aufenthaltsortes des Geflügels unverzüglich ablegen,
" Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird,
" nach jeder Ein- und Ausstallung von Geflügel die hierbei genutzten Gerätschaften, und der Verladeplatz gereinigt und desinfiziert werden und dass nach jeder Ausstallung die freigewordenen Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände gereinigt und desinfiziert werden,
" betriebseigene Fahrzeuge unmittelbar nach Abschluss des Geflügeltransports auf einem befestigten Platz gereinigt und desinfiziert werden,
" Fahrzeuge, Maschinen und sonstige Gerätschaften, die in der Geflügelhaltung eingesetzt und von mehreren Betrieben gemeinsam benutzt werden, jeweils im abgebenden Betrieb vor der Abgabe gereinigt und desinfiziert werden,
" eine ordnungsgemäße Schadnagerbekämpfung durchgeführt wird und hierüber Aufzeichnungen gemacht werden,
" der Raum, der Behälter oder sonstige Einrichtungen zur Aufbewahrung von verendetem Geflügels bei Bedarf, mindestens jedoch einmal im Monat, gereinigt und desinfiziert werden,
" eine betriebseigene Einrichtung zum Waschen der Hände sowie zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.

Um einen möglichen Eintrag des Virus schnell zu erkennen bzw. ausschließen zu können, gilt für alle Geflügelhaltungen, dass beim Auftreten von erhöhten Sterberaten innerhalb von 24 Stunden (ab drei Tiere, bei einer Bestandsgröße von bis zu 100 Tieren, oder mehr als 2 % der Tiere, ab einer Bestandsgröße von 100 Tieren) und erheblichen Veränderungen der Legeleistung oder der Gewichtszunahme, ein Tierarzt hinzuzuziehen und das Vorliegen der Geflügelpest abzuklären ist. Bei Wassergeflügel gilt dies ab einer dreifach erhöhten Sterberate bzw. einer Abnahme der Legeleistung bzw. Tageszunahme um mehr als 5%.
Weitere Info: https://umweltministerium.hessen.de/verbraucher/tiergesundheit-tierseuchen/tierkrankheiten-tierseuchen/aviaere-influenza-gefluegelpest

Heinrich Wenzel
LV-Vorsitzender





Stand 10.02.2017 10.30 Uhr

Angelika Löber: Erfolgreiche SPD-Initiative zur Lockerung der flächendeckenden Stallpflicht

Die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Angelika Löber, hat nach der Behandlung eines Dringlichen Berichtsantrages der SPD in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses zur Lockerung der flächendeckenden Stallpflicht von einer vernünftigen Entscheidung gesprochen. Um den Erhalt der Arten zu sichern und eine schnelle Lösung für die Züchter von Rassegeflügel herbeizuführen, hatte die SPD detaillierte Auskünfte von der Landesregierung gefordert.

"Wir freuen uns, dass die Landesregierung unseren Dringlichen Berichtsantrag zum Anlass genommen hat, einen Erlass zur Lockerung der landesweiten und flächendeckenden Stallpflicht heraus zu geben. Der neue Erlass der Umweltministerin war mehr als überfällig für die Rassegeflügelzüchter. Wir werden aber aufmerksam beobachten, ob die Ausnahmegenehmigungen in den weiterhin bestehenden Risikogebieten tatsächlich von den Veterinärbehörden neu geprüft und im Sinne der Rassegeflügelzucht zeitnah bearbeitet werden", sagte Löber am Donnerstag in Wiesbaden.

Die wegen der Vogelgrippe landesweit und flächendeckend angeordnete Stallpflicht für Wirtschafts- und Rassegeflügel gefährde den Zuchtbestand der Rassegeflügelzüchter in Hessen. "Seit dem Erlass des Umweltministeriums im November vergangenen Jahres sterben bei den Züchtern alter Geflügelrassen die Tiere in den Betrieben, weil diese Arten nur in freier und extensiver Haltung überleben können. Das ist mit dem Tierschutz nicht vereinbar", so Löber. Zudem sei die Nachzucht der Tiere unter Stallbedingungen nicht möglich. Die Arten seien somit vom Aussterben bedroht.





Stand 09.02.2017 15.30 Uhr

Information zum aktuellen Stand der Stallpflicht/Vogelgrippe in Hessen

Bei der Anhörung am heutigen Donnerstag wurde durch die Ministerin Priska Hinz die neue Verfügung für Hessen bekannt gegeben. Sie ist mit sofortiger Wirkung gültig. (siehe unten)
Dies werten wir als Erfolg für unserer eingeleiteten Maßnahmen.
Für Gebiete wo die Stallpflicht nicht aufgehoben wurde, empfiehlt die Ministerin beim zuständigen Veterinäramt Ausnahmegenehmigungen zu beantragen, welche für Rassegeflügelzüchter wohlwollend befürwortet werden sollten.
Wir werden zeitnah Antragsformulare an die KV´s versenden und nähere Einzelheiten erläuteren.



"Seit fast drei Monaten gilt inzwischen in Hessen die Stallpflicht. Wir wissen aber um die schwierige Situation der hessischen Geflügelhalter. Eine neue Risikoeinschätzung hat uns nun veranlasst, die Aufstallungspflicht zu lockern", sagte Ministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. Das Ministerium verschickt heute einen entsprechenden Erlass an die Regierungspräsidien. Diese wiederum informieren die Landkreise als zuständige Veterinärämter, so dass im Laufe der kommenden Woche mit der Umsetzung zu rechnen ist. "Mit dem Erlass ermöglichen wir insgesamt 15 Landkreisen und kreisfreien Städten, die Aufstallung aufzuheben. Dort gilt sie dann nur noch in den Risikogebieten. Ich hoffe sehr, dass alle Landkreise dieser Empfehlung folgen werden."

Die Stallpflicht gilt mit der Neuregelung nur noch in Landkreisen mit hoher Geflügeldichte sowie in ornithologischen Risikogebieten mit hoher Wildvogeldichte und in der Nähe von Wildvogelrast- bzw. Wildvogelsammelplätzen. Durch die Lockerung der Stallpflicht sind 11.700 private und gewerbliche Geflügelbestände mit etwa 1,1 Millionen Tieren entlastet. Für 11.800 Bestände mit etwa 2,7 Millionen Tieren bleibt die Stallpflicht erhalten. Das Ministerium empfiehlt den zuständigen Veterinärbehörden allerdings, in den weiterhin von der Aufstallungspflicht betroffenen Landkreisen bei Ausnahmegenehmigungen für Rassegeflügelzüchterinnen und -züchter eine erneute Prüfung unter Berücksichtigung tierschutzrelevanter Beeinträchtigungen vorzunehmen. Vogelausstellungen bleiben landesweit verboten.

Betroffen von der Stallpflicht laut Erlass sind folgende Landkreise und kreisfreien Städte:
Regierungsbezirk Kassel
Kassel einschließlich Stadt Kassel
Waldeck-Frankenberg
Schwalm-Eder-Kreis
Hersfeld-Rothenburg
Fulda
Regierungsbezirk Gießen
Lahn-Dill-Kreis
Limburg-Weilburg
Regierungsbezirk Darmstadt
Wetteraukreis
Darmstadt-Dieburg einschließlich Stadt Darmstadt





Stand 07.02.2017 19.30 Uhr

Information zum aktuellen Stand der Stallpflicht/Vogelgrippe in Hessen

An einem Erörterungstermin zum aktuellen Stand der Geflügelpest und Auswirkungen der Stallpflicht mit Dr. Thomas Fröhlich im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz haben am 2.2.2017 Vorstandsmitglieder der beiden Landesverbände Hessen Nassau und Kurhessen teilgenommen.

Aus diesem Gespräch kann berichtet werden, dass Ministerin Hinz am 13.2. eine Entscheidung darüber mitteilen wird, ob die Stallpflicht aufrechterhalten oder gelockert wird (wie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen).

Ausnahmegenehmigungen sind möglich, Einsicht in die besondere Problematik der Ziergeflügel- und Wassergeflügelhaltung ist gegeben und wird in der nächsten Besprechung mit den Amtsveterinären diesen auch vermittelt. Sentinelhaltung ist als Kontrollmaßnahme gültig, sie wird statt Tupferprobe anerkannt. Für Tauben besteht keine Stallpflicht.

Desweitern hat es in Wiesbaden ein Gespräch mit der SPD-Landtagsfraktion bezüglich der Aufstallpflicht und des Ausstellunsgsverbotes in Hessen gegeben.
Hieraus resultiert eine dringlicher Berichtsantrag der Abg. Löber, Gremmels, Lotz, Müller (Schwalmstadt), Schmitt, Siebel, Warnecke (SPD) und Fraktion betreffend Auswirkungen der landesweiten und flächendeckenden Stallpflicht auf die Rassegeflügelzucht in Hessen. Termin im Hessischen Landtag Donnerstag, 9.2.2017 10.00 Uhr.
Mit der CDU-Landtagsfarktion in Vertretung des MdL Herrn Wiegel hatten wir am 6.2.2017 in Alsfeld einen weiteren Besprechungstermin wahrgenommen.
Weitere Gespräche mit den restlichen Landtagsfraktionen stehen in kürze an. Die Landtagsfraktion der Grünen hat sich bis heute nicht bei uns gemeldet !





Stand 19.12.2016 09.00 Uhr

Das endgültige aus für die Ausstellungssaison 2016/2017

Tierseuchenbekämpfung; H5N8V (HPAI) - Abhaltung von Taubenschauen


im Rahmen einer Bund-Länder-Besprechung hat das Friedrich-Loeffler-Institut seine aktuelle Einschätzung bekräftigt, dass zum derzeitigen Zeitpunkt Vogelausstellungen jeder Art unterbleiben sollten. Dieser Empfehlung sind die meisten Bundesländer, darunter auch Hessen, gefolgt.

Es bleibt somit zunächst bei der Aufstallungsanordnung und dem Ausstellungsverbot in Hessen.

Die Maßnahmen werden regelmäßig neu bewertet und können in Abhängigkeit von der sich entwickelnden Seuchenlage zu gegebener Zeit angepasst werden.


Stand 13.12.2016 09.00 Uhr

Ein Lichtblick ??????????
Über das Ergebnis werden wir zeitnah informieren !


Tierseuchenbekämpfung; H5N8V (HPAI) - Abhaltung von Taubenschauen

Bund und Länder werden sich am kommenden Donnerstag hinsichtlich einer neuen Bewertung der Gesamtsituation zusammenfinden und auch über das Thema Geflügelschauen, insbes. auch Taubenschauen sprechen.
Dabei wird auch die aktuelle Risikoeinschätzung des FLI vom 02.12.2016 ("Vogel-Ausstellungen jeder Art sollten bis auf Weiteres unterbleiben") zu diskutieren sein.

Das Ergebnis gilt es zunächst einmal abzuwarten.




Stand 07.12.2016 17.40 Uhr

Aufgrund der aktuellen Vogelgrippe wurden bis auf weiteres
Geflügel- und Taubenschauen in Hessen untersagt.


HMUKLV Wiesbaden, 07. Dezember 2016

Landesverband der Rassegeflügelzüchter Hessen-Nassau

V4 19 b 26 23 02

Geflügelpest; Maßnahmen in Hessen

für Hessen gilt bis auf weiteres, dass Ausstellungen, Märkte oder sonstige Veranstaltung von Geflügel oder sonstigen gehaltenen Vögeln untersagt werden. Sehr häufig kommen dabei Teilnehmer aus kleineren Beständen mit oft geringen Biosicherheitsmaßnahmen zu Geflügelausstellungen und -märkten oder ähnlichen Veranstaltungen. Von solchen Ansammlungen von Geflügel und dem Publikum, das wiederum der Geflügelhaltung üblicherweise eng verbunden ist und aus unterschiedlichsten Regionen zur Beschickung oder dem Besuch der Veranstaltungen anreist, geht trotz aller präventiven Maßnahmen ein hohes potentielles Risiko der Erregerverbreitung aus. Dies gilt in gleicher Weise für überregionale, kreisübergreifende Veranstaltungen, sowie solche die auf Kreisebene stattfinden, wie auch für sog. Lokalschauen auf Gemeindeebene.

Gemessen an den gravierenden Folgen einer Infektion mit dem Influenza-Virus H5N8 für die betroffenen Bestände und auch für die betroffenen Regionen wird es für erforderlich gehalten, die gerade in der jetzigen Zeit vermehrt stattfindenden Geflügelausstellungen und -märkte oder ähnliche Veranstaltung nicht nur in den Risikogebieten sondern grundsätzlich landesweit zu untersagen.

Dies gilt in gleicher Weise auch für Taubenveranstaltungen. In der Anlage habe ich eine aktuelle Risikoeinschätzung des FLI beigefügt, welches in den abschließenden Empfehlungen auch von Taubenveranstaltungen aus präventiven Sicht abrät.

So sehr mir die Problematik für die Geflügelzüchter präsent ist, kann ich derzeit keine andere Auskunft geben.

Im Auftrag,

Dr. Thomas Fröhlich

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Stand 22.11.2016 18.49 Uhr

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat mit Erlass vom
21. November 2016 die Landkreise und Städte landesweit angewiesen, die flächendeckende Aufstallung von gehaltenen
Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen (auch Pfauen), Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen anzuordnen.

Der Erlass wird rechtskräftig sobald die Bekanntage in den Organen der Landkreise schriftlich veröffentlich wurde!
Alle Rassegeflügel-Ausstellungen in Hessen wurden breits von den zuständigen Veterinärämter untersagt.


Bei Fragen zum bundeweisten Schauwesen wenden Sie sich an die LV-Geschäftsstelle. 0152 2170 6652

Da die Seuchelage sich jederzeit zum positiven wenden kann, sollte man die geplanten Schauen noch nicht absagen,
sondern die Entwicklung abwarten.

Wir sehen uns........ die VDT-Schau am kommenden Wochenende in Erfurt findet statt!

Heinrich Wenzel

Anbei der Link zur Pressemitteilung des Umweltministeriums.
Bitte alle OV und Ausstellungsleitung zeitnah informieren.

Pressemitteilung des Umweltministeriums

Übersicht Risikogebiete Hessen & Rheinland-Pfalz

Übersicht Restriktionsgebiete Hessen